Kleines Lexikon zu Computer-Aided Facility Management (CAFM)

Das CAFM-Lexikon gibt Ihnen Auskunft zu vielen Begriffen und Termini aus dem Umfeld des computer-aided facility-management. Sollten Sie der Meinung sein, daß hier etwas falsch ist oder daß ein wichtiger Begriff fehlt, treten Sie mit uns in Kontakt.

Autoren:

Iwainsky,
Alfred A.I.
Nitz,
Silvia S.N.
Döring,
Sabine S.D.
Boldt,
Matthias M.B.
Schultz,
Michael M.S.

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Rechnerunterstützter Entwurf
Entwurfsprozeß, der durch rechentechnische Mittel, insbesondere Computer und grafische Geräte, unterstützt oder sogar weitgehend automatisch durchgeführt wird.

Der Begriff r. E. entspricht weitgehend dem angelsächsischen Begriff Computer-Aided Design, von dem das auch im deutschsprachigen Raum gebräuchliche Kürzel CAD abgeleitet ist. Er wird einerseits als Oberbegriff auf alle rechnerunterstützten Prozesse angewendet, die zum Entwurf eines neuen Objektes oder Projektes führen, und steht andererseits in eingeschränktem Sinn nur für diejenigen Entwurfsprozesse, die nicht mit dem Begriff rechnerunterstützte Konstruktion belegt ist. Man spricht z. B. von rechnerunterstütztem Leiterplatten- und Schaltkreisentwurf, dem Entwurf einer Inneneinrichtung oder eines ganzen Bauwerks, eines Kommunikationsnetzwerkes oder der räumlichen Anordnung von Facilities wie Maschinen bzw. Anlagenkomponenten ( Facility Layout).

Durch die Rechnerunterstützung von Entwurfsprozessen kann eine erhebliche Steigerung der Arbeitsproduktivität und Verbesserung der Qualität der Entwürfe erreicht werden. Dabei ist der r. E. nicht unabhängig von anderen betrieblichen Prozessen zu sehen. Mit wachsenden rechentechnischen Möglichkeiten entwickelte sich der r. E. weit über die rechnerunterstützte Zeichnungserstellung hinaus, die in einer früheren Phase Schwerpunkt der Anwendung von CAD war (teilweise wurde CAD sogar synonym zu Computer Aided Drafting verwendet). Sobald das Endergebnis des r. E. nicht mehr nur Dokumentation auf Papier (etwa in Form von Werkstattzeichnungen oder grafischer Schemata), sondern umfassendere rechnerinterne Modelle von Entwürfen sind, können andere rechnerunterstützte betriebliche Prozesse in hohem Maß vom r. E. profitieren. Dies betrifft z. B. die automatisierte Ableitung von Mengengerüsten zu entworfenen Netzwerken, von Inventarlisten, die rechnerunterstützte Fertigung computerbasiert entworfener Formen für die Produktion von Automobilkarosserieteilen, die rechnerunterstützte Herstellung und Bestückung von Leiterkarten, die Durchführung komplexer Berechnungen, z. B. die FEM-Analyse sowie die rechnerunterstützte Qualitätssicherung (CAQ) durch Ableitung von Informationen (aus dem jeweiligen rechnerinternen Modell) zur Steuerung von NC-Meßmaschinen (CAD/CAM, CIM). Der r. E. wird u. a. auf Grund der für ihn erforderlichen Kreativität heute meist in interaktiver Arbeitsweise durchgeführt. Dabei ist die Mensch-Rechner-Kommunikation von großer Bedeutung. Sie ist heute weitgehend durch die Nutzung von Computergrafik und entsprechender grafischer Geräte geprägt, die auch aus ergonomischer Sicht effektiv sind. Wichtigste Bestandteile von Systemen für den r. E. sind neben Rechnern selbst Geräte für die externe Speicherung, Grafikdisplays, Eingabegeräte wie Tastatur und Maus sowie Ausgabegeräte wie Drucker, Plotter und in besonderen Fällen photographische Kamerasysteme (Peripherie). A.I.

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