Kleines Lexikon zu Computer-Aided Facility Management (CAFM)

Das CAFM-Lexikon gibt Ihnen Auskunft zu vielen Begriffen und Termini aus dem Umfeld des computer-aided facility-management. Sollten Sie der Meinung sein, daß hier etwas falsch ist oder daß ein wichtiger Begriff fehlt, treten Sie mit uns in Kontakt.

Autoren:

Iwainsky,
Alfred A.I.
Nitz,
Silvia S.N.
Döring,
Sabine S.D.
Boldt,
Matthias M.B.
Schultz,
Michael M.S.

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Meßtechnik
Bereich der Technik, der sich mit dem Messen, d.h. der Erfassung von Zustandsgrößen in technischen oder natürlichen Systemen, mit dem Auswerten und Verarbeiten von Meßwerten sowie den dazu notwendigen technischen Hilfsmitteln befaßt.

Messungen werden für die Kontrolle und Überwachung, die Fehlerlokalisierung, die Zertifizierung oder die Steuerung von Systemen bzw. Teilsystemen genutzt. Messungen werden je nach Nutzungsart diskontinuierlich oder permanent durchgeführt. Nach der Signalform unterscheidet man die analoge und digitale Meßtechnik. Die M. ist auf die jeweils zu erfassende Meßgröße ausgerichtet, sie realisiert spezielle Meßverfahren. Die Protokollierung von Meßumgebung, Meßaufbau und Meßergebnissen erfolgt im sogenannten Meßprotokoll.

In der Gebäudeautomatisierung, im Computer-Aided Facility Management und im Computer-Aided Network Facilities Management spielt M. ein große Rolle, da mit ihrer Hilfe aktuelle Daten (z.B. Temperaturen in Gebäuden) erfaßt und in den entsprechenden computerbasierten Systemen ausgewertet bzw. weiterverarbeitet werden können (z.B. zur Minimierung von Heizkosten). Zur Temperaturmessung lassen sich sowohl einzelne (praktisch in einem Raumpunkt messende) Sensoren als auch lineare Meßfühler (faseroptische Temperaturmeßkabel) verwenden. Letztere lassen eine kontinuierliche Messung entlang einer beliebig gefährdeten Linie (etwa an Rohrleitungen oder in Kabeltrassen) zu.

In Kommunikationsnetzwerken werden in erster Linie

gemessen. Ersteres umfaßt Messungen zum Verdrahtungsplan, zur Länge und zur Dämpfung, die Messung des Nah-/Nebensprechens (NEXT-Wert), des ACR-Werts, der Impedanz differenziert nach den zu messenden Übertragungsmedien (Kupfer, LWL) und unter Nutzung verschiedener Methoden (z.B. Spannungs- oder Widerstandsmessungen und Impulsmeßverfahren wie TDR, OTDR). Die Meßvorgaben (Grenzwerte) werden durch Normen spezifiziert (z.B. der US-Standard TIA TSB 67 oder die Europanorm EN 50173). Diese Messungen werden zur Abnahme von neuinstallierten Netzen, zu Netzüberprüfungen bei Netzerweiterungen oder Umstrukturierungsmaßnahmen bzw. zur Fehlersuche genutzt (s. auch Meßweg). Entsprechende Meßprotokolle können in CANFM-Systeme eingehen und dort verwaltet werden. S.N.

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